DAS STREBEN NACH GLÜCK
Wer interessiert sich schon für 1000 Meter Zeiten oder die 10 000 Meter Zeit?
Mann, ich will 100 KM laufen. Am Stück.
Ich vermute jede(r) begeistert sich für seine Kilometer Zeit. Auch Ultraläufer!
Ganz bestimmt. Glaub ich.
Westparklauf München. Ein Deja-vu.
Nach über 15 Jahren fahr ich zusammen mit meinem Vater auf einen "Wettkampf".
In dieser Zeit hab ich den Ausdauersport mit Füssen getreten, Ihn geächtet,
und wahrscheinlich gehasst.
An diesem Sonntag ist es aber kein Radrennen, mein Vater lenkt nicht den Fiat Tipo,
schreit nicht apathisch und wir haben keine Francesco Moser Stahlrennräder auf dem Dach.
Ich fahr den Touran, wir verfahren uns nicht weil es TomTom gibt und heute
wird 10 000 Meter gelaufen. Es gibt keine Sixtustasche als Rundenprämie zu gewinnen.
Alles anders und irgendwie ganz ähnlich.
Ich trainiere und laufe nun seit ca. 1 Jahr. Die 10 KM unter 40 Minuten zu packen wäre
eine herrliche Sache.
Das separiert die Jogger von den Läufern, sagt man.
Vor 4 Monaten hat das jedenfalls noch nicht geklappt. Da blieb die Uhr bei 43 Minuten stehen.
Diesmal funktionierts. Ich lauf zwar wie ein Bekloppter los und hab bei Kilometer 1 & 2 jeweils eine Zeit von 3 Minuten 30 Sekunden, aber der grosse Einbruch bleibt mir erspart und ich komme in 39 Minuten und 9 Sekunden ins Ziel. Ich bin im Klub Herr Juhnke!
Jetzt bin ich stolz. Innere Freude.
Niemand gratuliert. Wieso auch? An diesem Sonntag waren 60 Leute schneller als ich. 450 langsamer. Das ist der Effekt der sich aus Distanzen und Zeiten zusammenbastelt. Man erlangt innere Zufriedenheit und eben dieses gute Gefühl von echtem, reinem Stolz. Ein Gefühl das man in seinem alltäglichen Job ja nur sehr selten bekommt.
Um 10 Uhr 50 sind wir wieder zu Hause. Meine Frau frägt: "Und hat sichs gelohnt?" Ich sag "Ja, ja , doch schon." Danach aktive Regeneration im Tierpark mit den kids – nochmal 4 KM.

Mann, ich will 100 KM laufen. Am Stück.
Ich vermute jede(r) begeistert sich für seine Kilometer Zeit. Auch Ultraläufer!
Ganz bestimmt. Glaub ich.
Westparklauf München. Ein Deja-vu.
Nach über 15 Jahren fahr ich zusammen mit meinem Vater auf einen "Wettkampf".
In dieser Zeit hab ich den Ausdauersport mit Füssen getreten, Ihn geächtet,
und wahrscheinlich gehasst.
An diesem Sonntag ist es aber kein Radrennen, mein Vater lenkt nicht den Fiat Tipo,
schreit nicht apathisch und wir haben keine Francesco Moser Stahlrennräder auf dem Dach.
Ich fahr den Touran, wir verfahren uns nicht weil es TomTom gibt und heute
wird 10 000 Meter gelaufen. Es gibt keine Sixtustasche als Rundenprämie zu gewinnen.
Alles anders und irgendwie ganz ähnlich.
Ich trainiere und laufe nun seit ca. 1 Jahr. Die 10 KM unter 40 Minuten zu packen wäre
eine herrliche Sache.
Das separiert die Jogger von den Läufern, sagt man.
Vor 4 Monaten hat das jedenfalls noch nicht geklappt. Da blieb die Uhr bei 43 Minuten stehen.
Diesmal funktionierts. Ich lauf zwar wie ein Bekloppter los und hab bei Kilometer 1 & 2 jeweils eine Zeit von 3 Minuten 30 Sekunden, aber der grosse Einbruch bleibt mir erspart und ich komme in 39 Minuten und 9 Sekunden ins Ziel. Ich bin im Klub Herr Juhnke!
Jetzt bin ich stolz. Innere Freude.
Niemand gratuliert. Wieso auch? An diesem Sonntag waren 60 Leute schneller als ich. 450 langsamer. Das ist der Effekt der sich aus Distanzen und Zeiten zusammenbastelt. Man erlangt innere Zufriedenheit und eben dieses gute Gefühl von echtem, reinem Stolz. Ein Gefühl das man in seinem alltäglichen Job ja nur sehr selten bekommt.
Um 10 Uhr 50 sind wir wieder zu Hause. Meine Frau frägt: "Und hat sichs gelohnt?" Ich sag "Ja, ja , doch schon." Danach aktive Regeneration im Tierpark mit den kids – nochmal 4 KM.

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