HARDLINE-LÄUFER.
Berglauf. Nur hochlaufen.
Meine Premiere bei "fast Kaiserwetter".
In der Ausschreibung wurde der Karwendel-Berglauf als schwerster Lauf Deutschlands charakterisiert und die Eckdaten sprechen nicht wirklich dagegen:
11 km die sich auf 1450 hm verteilen. Zum Vergleich - der Swiss Alpine Ultra Berglauf lässt sich für 2300 hm immerhin 78 km Zeit.
Hoppla und dann war der Lauf auch noch als Deutsche Meisterschaft erkoren...also die Spezialisten am Start. Jetzt bin ich ja mit 76 kg bei 190 cm wahrlich nicht dick. An diesem Sonntag am Start in Mittenwald bei Garmisch kam ich mir aber vor wie "Fetti von Hausmeister Krause" umringt von Bleistiften. Bleistifte topfit und scharf gespitzt.
Also ganz klar. Bergläufe vereinen eine total spezielle Spezies. Das ist kein Breitensport auch wenn der Veranstalter das gerne hätte. 2 km flach aus Mittenwald raus, dann UUUIHHHH, eine Mauer, eine Asphalt-Rampe. Gut dass ich übers Warmlaufen hinweggesehen habe. Nach weiteren 2 km beginnt dann der Lauf auf Schotterweg. Ich hab meine Kräfte gut eingeteilt. Nach 6 km geht es in einen Serpentinen- Wurzelpfad. Gehen macht nun mehr Sinn. Lange Schritte. Alles im grünen Bereich. Kollege Camille und ich haben zumindest noch ein Auge für die Landschaft und den langsam auftuenden Ausblick...andere laufen schon hart an der Kante. Neee, so muss ich das nicht haben.
Die letzten 4 km sind vor mir. Ein Geröllpfad. Da gehts ganz schön lang hoch. So richtig kann ich das Ende nicht erkennen. Evolution rückwärts. Ich laufe, gehe, rutsche über losem Stein nach hinten. Dann alle viere. Mir wird klar, es fehlt an Technik. Das ist Übungssache. Kraft und Kondition sind gar nicht mal so sehr das Problem. An Stellen die man laufen kann bin ich flott und mach auch Plätze gut. Sobald es in Richtung klettern und kraxeln geht verlier ich Rhythmus und Tempo.
Die letzten 400 Meter durch eine alten Tunnel bei 3 Grad.
Kollege Camille war der beste Wegbegleiter den man sich wünschen kann. Wir laufen zusammen übers Ziel auf 2300 Meter.
1 Stunde 36 Minuten. Camille hatte natürlich noch Luft, hätte schneller sein können. Ja, ja. Doch doch.
Richtig gute Läufer liefen Zeiten um 1 Stunde 17 Minuten. Die Siegerin der Frauen und damit Deutsche Meisterin benötigte 1 Stunde 15 Minuten.
Der neue Deustche Berglaufkönig Timo Zeiler war nur knapp über eine Stunde untwewegs. Das heisst der Schlacks läuft dort wo fast alles anderen klettern!
Nächstes Jahr, mit mehr Berglauf-Training...aber sicher. Camille, ich sags Dir da sind 1.20 drin!
Also ein perfektes Training war das allemal. Diese alpine Erfahrung wird mir bei meinem Etappenlauf auf Korsika Flügel verleihen!
Meine Premiere bei "fast Kaiserwetter".
In der Ausschreibung wurde der Karwendel-Berglauf als schwerster Lauf Deutschlands charakterisiert und die Eckdaten sprechen nicht wirklich dagegen:
11 km die sich auf 1450 hm verteilen. Zum Vergleich - der Swiss Alpine Ultra Berglauf lässt sich für 2300 hm immerhin 78 km Zeit.
Hoppla und dann war der Lauf auch noch als Deutsche Meisterschaft erkoren...also die Spezialisten am Start. Jetzt bin ich ja mit 76 kg bei 190 cm wahrlich nicht dick. An diesem Sonntag am Start in Mittenwald bei Garmisch kam ich mir aber vor wie "Fetti von Hausmeister Krause" umringt von Bleistiften. Bleistifte topfit und scharf gespitzt.
Also ganz klar. Bergläufe vereinen eine total spezielle Spezies. Das ist kein Breitensport auch wenn der Veranstalter das gerne hätte. 2 km flach aus Mittenwald raus, dann UUUIHHHH, eine Mauer, eine Asphalt-Rampe. Gut dass ich übers Warmlaufen hinweggesehen habe. Nach weiteren 2 km beginnt dann der Lauf auf Schotterweg. Ich hab meine Kräfte gut eingeteilt. Nach 6 km geht es in einen Serpentinen- Wurzelpfad. Gehen macht nun mehr Sinn. Lange Schritte. Alles im grünen Bereich. Kollege Camille und ich haben zumindest noch ein Auge für die Landschaft und den langsam auftuenden Ausblick...andere laufen schon hart an der Kante. Neee, so muss ich das nicht haben.
Die letzten 4 km sind vor mir. Ein Geröllpfad. Da gehts ganz schön lang hoch. So richtig kann ich das Ende nicht erkennen. Evolution rückwärts. Ich laufe, gehe, rutsche über losem Stein nach hinten. Dann alle viere. Mir wird klar, es fehlt an Technik. Das ist Übungssache. Kraft und Kondition sind gar nicht mal so sehr das Problem. An Stellen die man laufen kann bin ich flott und mach auch Plätze gut. Sobald es in Richtung klettern und kraxeln geht verlier ich Rhythmus und Tempo.
Die letzten 400 Meter durch eine alten Tunnel bei 3 Grad.
Kollege Camille war der beste Wegbegleiter den man sich wünschen kann. Wir laufen zusammen übers Ziel auf 2300 Meter.
1 Stunde 36 Minuten. Camille hatte natürlich noch Luft, hätte schneller sein können. Ja, ja. Doch doch.
Richtig gute Läufer liefen Zeiten um 1 Stunde 17 Minuten. Die Siegerin der Frauen und damit Deutsche Meisterin benötigte 1 Stunde 15 Minuten.
Der neue Deustche Berglaufkönig Timo Zeiler war nur knapp über eine Stunde untwewegs. Das heisst der Schlacks läuft dort wo fast alles anderen klettern!
Nächstes Jahr, mit mehr Berglauf-Training...aber sicher. Camille, ich sags Dir da sind 1.20 drin!
Also ein perfektes Training war das allemal. Diese alpine Erfahrung wird mir bei meinem Etappenlauf auf Korsika Flügel verleihen!
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